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Reine Formsache                             Museale Inszenierung von Wirklichkeit

Rauminstallation eines fiktiven Heimatmuseums das eine Wohnungssituation aus den 20er Jahren darsstellt. Während der Ausstellungsdauer von 4 Wochen fand eine Zeitverschiebung statt und stellte am Ende die 50er Jahren dar.

In dem Projekt untersuchte ich die Relativität von Wahrheit in musealen Präsentationen.
In der Geschäftswohnung  „Arthur Hoffmann Straße 69, Leipzig“ habe ich die Arbeit „Museale Inszenierung von Wirklichkeit“ im November 2006 realisiert. Die Räumlichkeiten der temporären Galerie wurden in „Museumsräume“ verwandelt, die eine bürgerliche Wohnung der 20er Jahre vorstellte. Die Wände wurden mit Mustern und Farben aus dieser Zeit versehen. Möbel und Wandbemalung, sowie Teppiche und Stoffe wurden so ausgewählt, dass bei flüchtiger Betrachtung keine eindeutige Zeitzuordnung möglich war. Die zeitliche Datierung wurde durch einzelne Details im Raum ersichtlich und erfordert genauere Betrachtung. Um den musealen Charakter der einzelnen Räume zu unterstreichen, befanden sich an den Wänden Fotografien, die zu den jeweiligen Zeiten von Bedeutung waren. Wie in einem Museum wuden die Gegenstände im Raum mit Hilfe von Schildern zeitlich eingeordnet. Um der Inszenierung die trockene und nüchterne Beschreibung zu nehmen, habe ich eine fiktive Familie "Else und Otto B." in den Räumen leben lassen. Die zeitliche Transformation fanden durch das Austauschen von einzelnen Objekten und den einzelnen Schildern statt. Zur Vernissage und Finissage waren jeweils die stilistischen Reinzustände erlebbar. Der Reiz der Arbeit entstand für den Besucher, der beide Events erlebte und ist im gleichnahmigen Buch verdichtet dargestellt.

Reine Formsache - Museale Inzenierung von Wirklichkeit, Ausstellung vom 14.11. bis 15.12.2006, Leipzig

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