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8 Tage Fließgeschwindigkeit                   Die Elbe von Dresden bis Glückstadt – Industrie und Landschaft


Ich bin an der Elbe aufgewachsen. Es bedurfte dieser Arbeit, um zu erkennen wie sehr ich den Fluss liebe. Das Reisen entlang des Flusses wird sichtbar durch die Bewegungsunschärfe. Das interessanteste war die Erfahrung, diese Art von Arbeiten als einen experimentellen Prozess zu akzeptieren. Einfach alles zu fotografieren was schön ist und vorher nicht zu wissen was am Ende auf der Kamera für Bilder sein werden, hat mich mitunter sehr verunsichert und anderseits regelrecht euphorisiert. Der Gedanke in der Folge immer wieder an die Elbe fahren zu können und zu fotografieren – egal bei welchem Licht, Temperatur und Jahreszeit, ist wie ein Befreiungsschlag für mich.
Die Faszination der Industriearchitektur ist schon in meiner Kindheit angelegt. Aufgewachsen bin ich in einer Neubauwohnung am Rand eines immer größer werdenden Kiessees. Auf der anderen Seite dieses Sees befand sich die Industrieanlage Magdeburg Rotensee.
Ich bin nicht dem Charme der verlassenen Gründerzeitarchitektur verfallen. In mir löst der Anblick von verlassen Häusern und Fabriken Trauer aus und stimmt mich nicht romantisch oder sentimental. Ich will schöne Bilder schaffen und zeigen. Und immer wieder vermittelt mir eine „arbeitende“ Fabrik das Gefühl von Hoffnung und Zuversicht.
Dieser Teil ist, wie eigentlich alle meine Arbeiten sehr konzeptionell und relativ nüchtern fotografiert. Das Ziel ist, dem Betrachter die Schokoladenseite der Werke in einem schon fast überästhetischen Licht zu zeigen.


Strombild Elbe Nr. 7.522, Fahrt mit dem Segelschiff Rigmor von Hamburg
nach Glückstadt

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