Hans Leo Berger

 

"Anima", Bildhauerei
"Anima", Bildhauerei
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"Anima", Bildhauerei

Die Plastikenserie "Anima" zählt zu den frühen Arbeiten von Hans Leo Berger. Sie entstand unter direktem Einfluss des Schlosserpraktikums, das Berger im Jahre 1993 absolvierte. Die phallische Ernsthaftigkeit der Plastiken in Verbindung mit dem bewusst roh belassenen Werkzeugcharakter lässt die Arbeiten überaus befremdlich erscheinen. Der bedeutungsschwere Titel der Werkreihe setzt eine weitreichende assoziative Kette in Gang. Anima bedeutet Lufthauch, Atem, Seele. Nach C. G. Jung steht Anima für die Positionierung der Frau im Unbewussten des Mannes. Und der Animismus ist ein okkulter Glaube an die Möglichkeit der Beseelung von unbelebten Dingen.

Die in diesem Themenfeld platzierten Bronzegüsse entfalten eine zeremonienhafte Aura. Sie rücken in die Nähe von Kult-Gegenständen, denen ihre eigene Altarhaftigkeit innewohnt.

Berger selbst verweist in der Erklärung seiner Arbeiten immer wieder auf seinen künstlerischen Duktus der Minimal Art, der auch in diesen Plastiken stark hervortritt.