Marianne Dortèe

"Lebensbilder", Fotografie
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"Lebensbilder", Fotografie

Die Bilder eines auf dem Flohmarkt erworbenen Fotoalbums werden für Marianne Dortèe zum Ausgangspunkt ihrer media-diskursiven Arbeit "Lebensbilder". Zu Beginn ging Dortèe von der Kongruenz von Fotografie und Leben aus. Die Fotografien würden als soziologischer Beleg das Leben so zeigen wie es war. Bei eingehender Betrachtung und Reflexion stellte sich jedoch heraus, dass die Fotografien etwas ganz anderes als das eigentliche Leben zeigen, nämlich, wie für jedes Fotoalbum üblich, die chronologische Inszenierung des eigenen Lebens in fotografischen Wunschbildern: Das Selbst inszeniert sich selbst für die Wahrnehmung seines Selbst im Foto. So betrachtet geraten diese Sonntagsbilder zu gefrorenen Posen, die am tatsächlich gelebten Leben vorbeigehen. Das tatsächliche Leben fand genau zwischen den vorliegenden Fotografien statt.

Eine medial adäquate Lösung für die Internet-Präsentation ihrer Arbeit fand Dortèe im filmisch-vorbeiziehenden Lebensstreifen, wobei angeklickte Bildpaare vergrößert als stehende Bilder erscheinen.